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Tue Gutes und sprich darüber!

Wer im eigenen Alltag für den Klimaschutz aktiv ist, kann mit seinen Taten auch andere inspirieren. Doch häufig fehlt uns das Handwerkszeug, um mit anderen Menschen über Klimaschutz im Alltag zu sprechen, ohne belehrend zu wirken oder sie zu verschrecken. Tipps für erfolgreiche Gespräche über Klimaschutz im Alltag können helfen, anderen Menschen Hoffnung zu vermitteln und Abwehr oder Ohnmachtsgefühle zu lösen.

Senioren unterhalten sich

Die Klimakrise ist nicht die einzige Krise, die uns aktuell herausfordert. Sie gerät daher bei manch einer Diskussion in den Hintergrund. Gleichzeitig wird sie in unserem Alltag immer präsenter. Karlsruhe ist besonders von langen Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregenereignisse betroffen. Um nicht in eine apokalyptische Stimmung zu geraten, helfen uns Hoffnung und Optimismus, um in Sachen Klimaschutz am Ball zu bleiben. Und: Je mehr Personen mitmachen, desto besser für uns alle. Daher ist das Gespräch mit Mitmenschen eine wertvolle Tat für den Klimaschutz. Und so geht’s:

Emotionen nutzen, statt mit Fakten überfordern

Berichte, Szenarien und internationale Abkommen wirken oft komplex und erreichen kaum Menschen, die nicht an Umweltthemen interessiert sind. Ganz im Gegenteil kann es sein, dass manche Menschen den Diskurs zu Klimathemen als abgehoben und realitätsfern empfinden. Statt also im Gespräch viele Fakten und Prognosen zu verwenden, kann es helfen, sich in die Werte, Sichtweisen und den Alltag des Gegenübers hineinzuversetzen. Hier hilft es, dem Gegenüber zuzuhören und seine Sicht möglichst unvoreingenommen verstehen zu wollen.

Tipp: Nimm dir Zeit für das Gespräch und versuche zu verstehen, wie dein Gegenüber denkt und welche Gefühle die Person mit dem Thema verbindet. Häufig hilft es schon, Verständnis zu zeigen, damit dein Gegenüber sich auch für deine Perspektive öffnet. Gleichzeitig kannst du eine positive Emotion aus deinen Erfahrungen mitgeben, indem du von deiner Freude am Klimaschutz berichtest.

Interessen des Gegenübers einbeziehen

Wenn das Gegenüber sich nicht vom Klimawandel betroffen fühlt oder den Eindruck hat, die eigenen Handlungen hätten keine Auswirkungen auf den Klimaschutz, bietet sich ein persönliches Beispiel aus der eigenen Lebensrealität an. Vielleicht findet ihr ein gemeinsames Interesse wie Mode oder eine bestimmte Sportart, mit dem sich die Brücke zum Klimaschutz schlagen lässt? Ob Skifahren oder Shopping: Auch unsere Freizeitgestaltung kann eine Auswirkung auf das Klima haben. Sobald eine Person eine bildliche Vorstellung hat, werden die Konsequenzen der Klimakrise und die jeweiligen Maßnahmen zum Klimaschutz greifbarer.

Tipp: Betone die Stellschrauben und Alternativen, um dein Gegenüber nicht zu entmutigen. Wer zum Beispiel bisher Fast Fashion Fan war, findet vielleicht auch Freude an einem Flohmarktbummel oder einer Kleidertauschparty. Unsere vielfältigen Klimaschutzinitiativen in Karlsruhe veranstalten immer wieder spannende Events, die Klimaschutz greifbar machen.

Verhaltensänderungen überschaubar halten

„Nur noch kurz die Welt retten" wird wohl kaum jemandem gelingen. Häufig schreckt das Ausmaß der Klimakrise davor ab, sich überhaupt damit auseinanderzusetzen. Dabei kommt die Entscheidung, im Alltag mehr auf Klimaschutz zu achten, häufig nicht nur der Umwelt zugute. Viele Menschen erfüllt auch ein positiveres Lebensgefühl, wenn sie sich im Sinne des Umweltschutzes engagieren. Hierbei geht es nicht darum, das gesamte Leben umzugestalten, sondern kleine, machbare Schritte zu wählen.

Tipp: Überlegt gemeinsam, was ein kleiner Schritt für den Klimaschutz sein kann: Wäsche im Hinterhof trocknen, ein vegetarisches Gericht mehr pro Woche, Fahrrad fahren statt Parkplatzsuche - die Möglichkeiten sind vielfältig. Inspirationen gibt es auf der Tatenbank.

Sicherheit und Vorteile betonen

Veränderungen und Verzicht sind populäre und gleichzeitig unliebsame Themen in der Klimaschutzkommunikation, die gerade konservativere Menschen in eine Blockadehaltung fallen lassen können. Hier ist es sinnvoller, ein neues Narrativ mitzudenken: Veränderungen im Sinne des Klimaschutzes schaffen, mehr Sicherheit als bisherige Logiken vermuten ließen. Nur weil etwas „schon immer so gewesen ist“, heißt das nicht, dass es sich weiterhin bewährt. In Gesprächen mit sicherheitsbewussten Menschen lässt sich also gut betonen, dass wir durch unsere täglichen Entscheidungen für mehr Klimaschutz letztendlich die Sicherheit und den Komfort bestmöglich erhalten, an dem viele Menschen so gerne festhalten möchten.

Tipp: Wer zum Beispiel beim Einkauf auf regionale Bioprodukte achtet, schützt die heimische Natur im direkten Umland und trägt dazu bei, dass die lokale Wirtschaft gefördert wird.

Wer, wenn nicht wir?

Empathie, Unvoreingenommenheit und eine Prise Optimismus helfen uns also, mit unseren Mitmenschen über Klimaschutz zu sprechen und sie dazu zu motivieren, dem Thema im eigenen Alltag mehr Raum zu geben. Eine lebenswerte Zukunft können wir nur gemeinsam erschaffen und der Dialog mit Personen außerhalb der „Bubble“ ist ein mutiger Schritt, der im besten Fall zusätzlich eine neue Verbundenheit zwischen den beiden Gesprächspartner*innen schafft. Viel Erfolg!

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