Menü
eService
Suche

Klimaallianz Karlsruhe

Die Klimaallianz Karlsruhe ist ein freiwilliges und kostenfreies Netzwerk von Unternehmen, die sich im gegenseitigen Austausch und mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe auf dem Weg zur Klimaneutralität befinden. Jährlich organisiert die Stadt Karlsruhe die Jahreskonferenz, um sich über erfolgreiche Projekte auszutauschen. Die Klimaallianz nutzt das bestehende Know-how in der Stadt, schafft Synergien und profitiert von kurzen Wegen.

Klimaallianz Karlsruhe

Jahreskonferenz 2024

Bei der diesjährigen Jahreskonferenz stand Auszeichnen und Netzwerken im Vordergrund. Das Netzwerk von 40 Karlsruher Unternehmen traf sich am 7. November 2024.

Neben dem fruchtbaren Austausch wurden 19 Klimaallianzunternehmen für die Bilanzierung von Scope 3 Emissionen ausgezeichnet. Aufgrund einer sogenannten Wesentlichkeitsanalyse ermitteln Sie nicht nur die direkten eigenen Emissionen und die Emissionen Ihres Energieverbrauchs. Sondern sie schauen sich auch die Prozesse an, die Ihrem unternehmerischen Handeln vor- oder nachgelagert sind. Dabei beachten Sie Zulieferungen und Kundinnen und Kunden, Mietverträge und wie Ihre Mitarbeitenden zu Arbeit kommen.

Unternehmen, die Scope 3 Emissionen bilanzieren, erweitern ihren Handlungsspielraum für Klimaschutzmaßnahmen. Sie übernehmen Verantwortung für ein ganzheitliches, nachhaltiges Wirtschaften im Sinne des Transformationsprozesses der Wirtschaft. Sie stellen sich damit gut auf, um Anforderungen von Geschäftspartner*innen sowie gesetzliche Pflichten, die immer mehr Unternehmen betreffen, nachzukommen.

Gruppenfoto der Preisträger Klimaallianzunternehmen für die Bilanzierung von Scope3

Good to know: Scopes

Das Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) ist ein weltweit anerkannter Standard zur Erstellung von Treibhausgasbilanzen (THG-Bilanzen) in Unternehmen, der auch zur Zertifizierung von Klimaneutralität verwendet wird. Beim GHG Protocol werden die THG-Emissionen in Emissionskategorien, sogenannte Scopes, eingeteilt.

  • Scope 1: Treibhausgasemissionen aus Quellen, die direkt vom Unternehmen verantwortet oder kontrolliert werden.
  • Scope 2: Indirekte Treibhausgasemissionen aus eingekaufter Energie, wie Strom, Wasserdampf, Fernwärme oder -kälte, die außerhalb der eigenen Systemgrenzen erzeugt, aber vom Unternehmen verbraucht werden.
  • Scope 3: Indirekte Treibhausgasemissionen aus Aktivitäten, die nicht vom Unternehmen kontrolliert werden, die aber durch das Unternehmen innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette unmittelbar beeinflusst werden.
Logo Klimaallianz

Weiterentwicklung des Netzwerkes

Zum inhaltlichen Austausch auf der 2. Jahreskonferenz im Jahr 2024 haben alle Klimaallianzunternehmen mit der Vorstellung ihrer Klimaschutzprojekte beigetragen. Neben motivierenden Beispielen und Entwicklungen muss aber auch kritisch nachgefragt werden. In Bezug auf die Fragen: Wie kommen wir voran auf unserem Weg zur Klimaneutralität? Was macht uns stark? Was hindert uns? Wollen wir das Netzwerk gemeinsam weiterentwickeln?

Die Klimaallianz Karlsruhe wird mit Blick auf die Erreichung der städtischen Klimaziele von der Stadt Karlsruhe koordiniert. Explizit eingeladen wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klimaallianz Karlsruhe, die Kooperationspartner sowie Unternehmen, die an einer Teilnahme bei der Klimaallianz interessiert sind.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Klimaallianz.

Jahrestreffen Klimaallianz 2023-2

Good to know: Treibhausgas-Bilanzierung

Das Thema Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) ist ein sehr zentrales bei der Klimaallianz. THG-Emissionen entstehen direkt oder indirekt durch die Produktion von Waren und Gütern oder das Anbieten von Dienstleistungen. Eine Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz) verschafft Unternehmen den erforderlichen Überblick, um geeignete Reduktionspotentiale zu identifizieren. Sie finden also heraus, wie sie weniger THG-Emissionen ausstoßen können. Standards und Normen geben Orientierung bei der Erstellung von THG-Bilanzen und ermöglichen die Vergleichbarkeit unterschiedlicher Unternehmen und Bilanzen.

Bürgermeisterin Bettina Lisbach hält Rede vor den versammelten Mitgliedern und Interessierten bei der ersten Jahreskonferenz der Klimaallianz Karlsruhe.

Wer engagiert sich in der Klimaallianz Karlsruhe und warum?

Dr. Christian Glaser ist Geschäftsführer der Kazenmaier Leasing GmbH und Teilnehmer der ersten Stunde bei der Klimaallianz Karlsruhe. Sein Beitrag bei der zweiten Jahreskonferenz „Wenn Scope 3 Emissionen wesentlich sind“. Nur Eingeweihte erkennen das Wortspiel und den Bezug auf die Wesentlichkeitsanalyse, die klärt, welche Treibhausgas-(THG)-Emissionen eines Unternehmens aus vor- und nachgelagerten Prozessen bevorzugt betrachtet und erhoben werden sollten. Aber genau mit diesen sogenannten Scope 3 Emissionen beschäftigen sich Nachhaltigkeitsmanagerinnen und Klimaschutzbeauftragte in Unternehmen. „Es ist kaum zu glauben, aber knapp 99 Prozent unserer THG-Emissionen sind Scope 3“, beschreibt Glaser die Situation seines Unternehmens. Es bietet Leasingmodelle für Unternehmen an, vor allem für E-Autos und E-Bikes. Mit einer möglichst umfangreichen Analyse beschert er allerdings nicht nur seinem Unternehmen Vorteile in Sachen ökologischem Fußabdruck. Er kann sich gegenüber seinen Kunden auch als Datenlieferant positionieren.

Mit Klima- und Umweltschutz wirtschaftlich erfolgreich sein, das ist auch das Ziel der Vulcan Energie GmbH & Co KG. Mittels einer innovativen Kombination etablierter Verfahren kann aus heißem Tiefen-Geothermalwasser Lithium extrahiert werden; das Metall, das für die Herstellung von Akkus nicht zuletzt für die E-Mobilität gebraucht wird. Darüber hinaus wird die dem Thermalwasser entnommene Wärme dem Fernwärmenetz zur Verfügung gestellt – aus den Wärmeüberschüssen, beispielsweise in der Sommerzeit, wird Strom erzeugt. Der Kurzvortrag auf der Jahreskonferenz der Klimaallianz von Thorsten Hauck, Regionalmanager für die Südpfalz bei Vulcan heißt daher auch: „Klimaneutrale Wärmeversorgung. Ist möglich. Jetzt.“

Jahrestreffend er KLimaallianz 2023

Autorin

Unsere Gastautorin Doris Andresen ist Klimaschutzmanagerin Wirtschaft bei der Stadt Karlsruhe. Sie ist Wirtschaftsingenieurin und koordiniert die Klimaallianz Karlsruhe.

Trotz sorgfältiger Kontrollen können wir keine Haftung für die Inhalte externer Links übernehmen. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreibende verantwortlich.

-

Kopieren Kopieren Schreiben Schreiben