Wärmewende-Wegweiser
Die Wärmewende ist in vollem Gange und schafft auch in Karlsruhe immer mehr Möglichkeiten für klimafreundliches Heizen. Wie wollen wir zukünftig unsere vier Wände beheizen? Welche Angebote sind für wen geeignet? Wer kann beraten und Fragen beantworten? Ob privat oder gewerblich – der Wärmewende-Wegweiser unterstützt alle, den passenden Weg zu finden.
Was ist die Wärmewende?
Wärmeversorgung – Ein Thema für die Stadtverwaltung
Die Stadt Karlsruhe gestaltet zusammen mit vielen lokalen Akteuren die Wärmewende. Ziel ist es, den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser in Gebäuden deutlich zu reduzieren und auf klimafreundliche Energieträger umzustellen. Dazu trägt beispielsweise eine bessere Gebäudedämmung bei, der Einsatz effizienter Heizsysteme wie zum Beispiel Wärmepumpen oder der Ausbau von Fernwärmenetzen. In manchen Quartieren können auch Nahwärmenetze eine gute Lösung darstellen. Die Wärmewende ist ein zentraler Teil der Energiewende, mit der wir unseren gesamten Energiesektor klimafreundlicher und unabhängiger von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas gestalten.
Ein Gemeinschaftsprojekt
Die Wärmewende betrifft uns alle – nur gemeinsam können wir den Weg in eine klimafreundliche Zukunft erfolgreich meistern. Viele lokale Institutionen sind aktiv an der Planung und Umsetzung der Wärmewende in Karlsruhe beteiligt. Doch auch wir als Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen und Gebäuden sowie als Mieterinnen und Mieter tragen mit unseren Entscheidungen in den eigenen vier Wänden maßgeblich zu diesem Wandel bei.
Kurz gesagt: Die Wärmewende ist unser gemeinsamer Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, der sowohl den CO₂-Ausstoß verringert, als auch die Nutzung erneuerbarer Energien erheblich fördert.
Wie gestalten wir die Wärmewende in Karlsruhe?
Damit ein so bedeutendes Vorhaben wie die Wärmewende umgesetzt werden kann, sind sowohl ein gemeinsamer Plan als auch die Zusammenarbeit vieler kommunaler Akteure und der Stadtgesellschaft notwendig. Beides stellen wir hier kurz vor:
Bis zum Jahr 2028 müssen alle Kommunen laut Wärmeplanungsgesetz (WPG) eine kommunale Wärmeplanung erarbeiten. Sie soll dafür sorgen, dass die Wärmeversorgung bis 2045 nachhaltig, treibhausgasneutral, sparsam, kosteneffizient und bezahlbar wird. Ein wichtiger Bestandteil ist die schrittweise Umstellung auf erneuerbare Wärmequellen mit einem geringen CO2-Ausstoß.
Der 2023 erstellte Energieleitplan der Stadt Karlsruhe umfasst die kommunale Wärmeplanung und berücksichtigt zudem die erneuerbare Stromerzeugung, wie beispielsweise aus Solaranlagen, da diese ein wichtiger Bestandteil vieler klimafreundlicher Wärmelösungen ist.
Die Stadt Karlsruhe verfolgt mit dem Energieleitplan das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Klimaneutralität bedeutet, dass nur noch so viele Treibhausgase in die Luft gelangen, wie beispielsweise durch Wälder oder andere Maßnahmen ausgeglichen werden können. Die Energie- und Wärmewende leistet dazu einen entscheidenden Beitrag.
Das strategische Planungsinstrument
Der Energieleitplan zeigt anhand einer Bestandsanalyse und verschiedener Szenarien die Potenziale für klimafreundliche Wärmelösungen in den Karlsruher Stadtgebieten auf. Zudem verdeutlicht er, welche Umstellungsraten auf klimafreundliche Wärmequellen oder welche Gebäudesanierungsraten, die den Energieverbrauch in Gebäuden senken sollen, notwendig sind, um das Ziel zu erreichen.
Der Energieleitplan dient als strategisches Planungsinstrument und bildet die Basis für weitere Schritte in der Energie- und Wärmewende unserer Stadt. Er wird umgesetzt durch die Zusammenarbeit der kommunalen Institutionen, darunter die Stadtverwaltung, die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) sowie die Stadtwerke Karlsruhe und der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice.
Während Politik und Stadtverwaltung die Weichen setzen, kümmern sich die Stadtwerke Karlsruhe um den Ausbau des Fernwärmenetzes und den Anschluss der Haushalte an die klimafreundliche Fernwärme. Allerdings ist die Versorgung mit Fernwärme nicht überall im Stadtgebiet möglich.
Häufig können Wärmepumpen eine sinnvolle und klimafreundliche Lösung sein. Die KEK bietet Informationen und Beratungen rund um das Thema Heizungstausch an.
In einigen Quartieren könnten Nahwärmelösungen zum Einsatz kommen. Die Stadt hat zusammen mit der KEK in den relevanten Stadtteilen erste Machbarkeitsstudien für Nahwärmenetze in Auftrag gegeben.
Im letzten Schritt liegt die Verantwortung immer bei den Wohnungs- und Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümern, sich für eine nachhaltige Wärmelösung zu entscheiden, um die Wärmewende in ihrem Gebäude umzusetzen.
Welche Wärmeformen sind zukunftsfähig?
In Karlsruhe stehen verschiedene zukunftsfähige Wärmeformen zur Verfügung, die sowohl für Eigentümerinnen und Eigentümern als auch in gemieteten Wohnungen eine nachhaltige und wirtschaftliche Wärmeversorgung ermöglichen.
Fernwärme bezeichnet die Versorgung von Gebäuden mit Wärme zum Heizen und für Warmwasser, ohne eine eigene Heizanlage zu benötigen. Sie wird überwiegend durch erdverlegte, isolierte Rohrleitungen direkt in die angeschlossenen Wohngebäude geleitet. Haushalte werden direkt an das zentrale Wärmenetz in Karlsruhe angeschlossen. Fernwärme eignet sich insbesondere für die Versorgung großer Gebiete mit baulicher Dichte und somit hohem Wärmebedarf.
Ursprung der Fernwärme
Fernwärme gelangt in Form von heißem Wasser oder Dampf durch die Rohrleitung direkt ins eigene Zuhause.
Bereits heute stammt die Karlsruher Fernwärme zu über 90 Prozent aus Kraft-Wärme-Kopplung und industrieller Abwärme. Dadurch werden keine zusätzlichen Emissionen freigesetzt und die ohnehin vorhandene Wärme kann effizient genutzt werden, um öffentliche Gebäude, Haushalte und Unternehmen zu versorgen. Ein kleinerer Teil der Fernwärme entsteht derzeit noch im Heizkraftwerk West für Zeiten mit besonders hoher Wärmenachfrage. Neben Fernwärme entsteht hier durch Kraft-Wärme-Kopplung auch Strom.
Zukunft der Karlsruher Fernwärme
Um die Fernwärme in Zukunft CO2-neutral zu gestalten, werden unterschiedliche Maßnahmen verfolgt: Die Stadtwerke Karlsruhe setzen dabei unter anderem auf den Einsatz von Großwärmepumpen, Wärmespeichern, auf den Bau wasserstofffähiger Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie auf die Nutzung von tiefer Geothermie. Mehr zur Planung.
Nahwärmenetze sind kleinere Wärmenetze, die Wärme für Wohngebiete oder einzelne Straßenzüge liefern. In einer Heizzentrale, in der beispielsweise eine große Wärmepumpe mit Strom arbeitet, wird Wärme effizient erzeugt und durch isolierte Rohrleitungen, meist mit Wasser, zu den einzelnen Haushalten transportiert.
Nahwärmenetze verfügen in der Regel über eine eigene Wärmeerzeugung. Welche Wärmequellen in Frage kommen, hängt stets von den Gegebenheiten im jeweiligen Wohnviertel ab, wie den Gebäudestrukturen und dem Wärmebedarf.
Ursprung der Nahwärme
Als Wärmequelle kommen beispielsweise oberflächennahe Geothermie oder Abwärme aus Abwasser und Industrie in Betracht. Nahwärmenetze können auch über die Fernwärme gespeist werden. Dabei werden nicht einzelne Gebäude direkt an das Fernwärmenetz angeschlossen, sondern ganze Areale werden über eine zentrale Übergabestation mit Wärme versorgt. Von dieser Station aus wird dann ein kleineres Wärmenetz bedient. Dieses Verfahren wird in einigen Stadtteilen von Karlsruhe bereits von den Stadtwerken praktiziert.
Nahwärmenetze kommen vor allem in kleineren Gebieten mit einer begrenzten Anzahl an Haushalten zum Einsatz. Sie ermöglichen die Nutzung von Wärmequellen vor Ort und können flexibel an den Wärmebedarf angepasst werden. Durch kürzere Leitungslängen werden Wärmeverluste während des Transports geringgehalten.
Auch individuelle Wärmelösungen bieten eine Möglichkeit, die eigenen vier Wände mit Wärme zu versorgen. Es gibt eine Vielzahl klimafreundlicher Optionen, die unabhängig von Nah- und Fernwärmenetzen funktionieren.
Zum Beispiel nutzt die Wärmepumpe Umweltwärme aus der Luft, der Erde oder dem Grundwasser, um Wärme zu erzeugen. Holzheizungen verbrennen Stückholz, Holzpellets oder Holzhackschnitzel, während Solarthermie die Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung nutzt.
Auch die Kombination verschiedener Technologien, sogenannte Hybrid-Lösungen – beispielsweise die Nutzung einer Wärmepumpe in Verbindung mit Solarthermie – kann eine passende Lösung für die individuelle Wärmeerzeugung sein.
Erneuerbare Energien sind ein zentraler Bestandteil der Wärmewende. Sie tragen maßgeblich zu einer klimafreundlichen Wärmelösung bei, indem sie die Energie für die Wärmeerzeugung bereitstellen. Als erneuerbare oder auch regenerative Energien bezeichnet man Energiequellen wie Wasser, Sonne, Wind und Erdwärme, die unbegrenzt zur Verfügung stehen oder sich vergleichsweise schnell erneuern.
In Karlsruhe kommen verschiedene erneuerbare Energien zum Einsatz, darunter Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft und Geothermie, also Wärme aus dem Erdinneren.
Zukünftig soll die Tiefengeothermie eine bedeutende Rolle in der Fernwärmeerzeugung spielen.
Welche Angebote sind für mich wichtig?
Sowohl als Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer, Vermieterinnen und Vermieter, als auch als Mieterinnen und Mieter sind wir letztendlich diejenigen, die die Wärmewende in unserer Stadt umsetzen, indem wir auf klimafreundliche Wärmelösungen in den eigenen vier Wänden setzen. Damit wir bestens informiert sind und den für uns richtigen Weg einschlagen, gibt es nachfolgend passgenaue Informations- und Beratungsangebote:
Nicht nur im eigenen Haus, sondern auch als Mieterin und Mieter in Karlsruhe können Sie aktiv zur Wärmewende beitragen – und dabei sogar Energie und Kosten sparen. Zwar liegen grundlegende Entscheidungen zur Heiztechnik oft bei den Vermietenden, doch durch bewusstes Verhalten, effizientes Lüften und Heizen sowie gezielte Einsparmaßnahmen lässt sich der eigene Energieverbrauch deutlich reduzieren.
Die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) bietet dafür vielfältige Unterstützung. Auch die Stadtwerke Karlsruhe bieten hilfreiche Spartipps, die leicht umsetzbar sind. So leisten auch Mieterinnen und Mieter einen wichtigen Beitrag zur Energiewende – direkt aus den eigenen vier Wänden heraus.
Für Hauseigentümer*innen in Karlsruhe ist die Wärmewende langfristig nicht nur eine gesetzliche Aufgabe, sondern eine Chance, die eigene Immobilie zukunftssicher, klimafreundlich und langfristig kosteneffizient zu gestalten. Wer heute über einen Heizungstausch nachdenkt, sollte sich umfassend informieren – etwa durch eine unabhängige Energieberatung der KEK, die individuell auf Ihr Gebäude eingeht. Besonders komfortabel ist die Vor-Ort-Beratung, bei der Fachleute direkt zu Ihnen nach Hause kommen. Auch der Fördermittelcheck hilft dabei, finanzielle Unterstützungsangebote gezielt zu nutzen. Darüber hinaus zeigen die Energiesparchecks, wo sich in Ihrem Haus zusätzlich Energie einsparen lässt – von Dämmung über Warmwasser bis zur Heizung. Ergänzende Tipps finden Sie auch bei den Stadtwerken Karlsruhe. Wer jetzt handelt, profitiert doppelt: durch sinkende Betriebskosten und durch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz in Karlsruhe.
Als Vermieterin oder Vermieter stehen Sie vor der Aufgabe, Ihre Immobilie klimafreundlich und zukunftssicher zu gestalten – und das möglichst wirtschaftlich. Die Wärmewende ist ein zentraler Baustein der Energiewende und betrifft insbesondere den Gebäudesektor. In Karlsruhe stehen Ihnen Beratungen zu neuer Heiztechnik, Energieeffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien sowohl im Beratungszentrum der KEK und telefonisch als auch vor Ort in Ihrer Immobilie zur Verfügung. Ein Fördermittelcheck kann helfen, den wirtschaftlichsten Weg zu finden.
Doch auch schon kleine Veränderungen können zur Wärmewende beitragen: mit den praktischen Tipps der Stadtwerke und den Energiesparchecks der KEK können Sie und Ihre Mieter*innen sofort loslegen, das Klima zu schonen und Heizkosten zu sparen.
Steigende Energiekosten und Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Unternehmen profitieren jedoch langfristig in großem Maße davon, wenn Sie sich mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzen und auf klimafreundliche Wärme- und Energielösungen setzen. Die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) bietet Ihnen eine individuelle Beratung zur Wärmewende im Beratungszentrum Klima Energie Mobilität. Die Klimaallianz Karlsruhe unterstützt Unternehmen dabei, sich zu vernetzen und von Best-Practice Klimaschutzprojekten – auch zum Thema Wärmewende – zu profitieren.
Doch auch schon kleine Veränderungen können zur Wärmewende beitragen: Mit den praktischen Tipps der Stadtwerke und den Energiesparchecks der KEK können Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden sofort loslegen, das Klima zu schonen und Heizkosten zu sparen.
Allgemeine Fragen zur Wärmewende
Für die Wärmewende in Deutschland gibt es klare gesetzliche Vorgaben, die den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme fördern. Dies bedeutet aber nicht, dass eine funktionierende Heizung sofort ausgetauscht werden muss. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht vor, dass seit 2024 in Neubauten innerhalb von Neubaugebieten beim Einbau neuer Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien genutzt werden sollen. Für bestehende Gebäude und Neubauten außerhalb von Neubaugebieten werden in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, wie in Karlsruhe, klimafreundliche Energien beim Heizungswechsel spätestens nach dem 30. Juni 2026 Pflicht. Auch vor dem GEG bestand bereits die Pflicht alte Heizkessel, die Erdgas, Heizöl oder Holz für die Wärmeerzeugung verbrennen, nach 30 Jahren auszutauschen.
Bei der Planung einer neuen Heizung hat man viele Möglichkeiten: die Wärmepumpe ist nur eine davon. Die Vorgaben sollen helfen, die Energiekosten langfristig zu senken, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und das Klima zu schützen. Wer gut plant und sich beraten lässt, kann von Förderungen profitieren und nachhaltig in die Zukunft investieren.
Ein Heizungstausch bietet zahlreiche Vorteile, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich. Zu den wichtigsten Vorteilen zählt die langfristige Kostenersparnis: Moderne Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien arbeiten deutlich effizienter und können die Heizkosten über Jahre hinweg spürbar senken. Zusätzlich unterstützt der Staat den Umstieg mit attraktiven Förderprogrammen, wodurch sich ein großer Teil der Investitionskosten abfedern lässt. Wer auf erneuerbare Energien umsteigt, macht sich zudem unabhängiger von fossilen Brennstoffen und internationalen Energiemärkten, was gerade in Krisenzeiten ein wichtiger Sicherheitsfaktor ist. Auch aus Sicht des Immobilienwerts lohnt sich der Umstieg: Eine nachhaltige, zukunftsfähige Heizung kann den Wert einer Immobilie steigern und schützt Eigentümerinnen und Eigentümer vor künftigen gesetzlichen Einschränkungen. Nicht zuletzt leistet ein klimafreundliches Heizsystem einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, indem es CO₂-Emissionen deutlich reduziert.
Ein Heizungstausch ist auch mit Herausforderungen verbunden. Die hohen Anfangsinvestitionen stellen für viele eine finanzielle Hürde dar, insbesondere wenn zusätzlich bauliche Maßnahmen wie Dämmung oder der Austausch von Heizkörpern erforderlich sind. Außerdem ist nicht jedes Gebäude ohne Weiteres für jedes Heizsystem geeignet. Auch der organisatorische Aufwand darf nicht unterschätzt werden: Die Auswahl des passenden Systems, die Antragstellung für Fördermittel sowie mögliche Genehmigungen oder Abstimmungen mit Handwerksbetrieben erfordern Zeit und Fachwissen. Doch wir sind nicht alleine, Unterstützung finden wir vor Ort bei der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur. Diese berät uns zur passenden Lösung in unseren vier Wänden und zeigt Fördermittel auf, um den finanziellen Aufwand gering zu halten.
Trotz dieser Punkte überwiegen langfristig die Vorteile, insbesondere wenn der Heizungstausch sorgfältig geplant wird und die technischen sowie finanziellen Rahmenbedingungen beachtet werden. Wer sich frühzeitig informiert und Unterstützung durch Fachleute in Anspruch nimmt, kann nicht nur Kosten sparen, sondern aktiv zur Energiewende und zum Klimaschutz beitragen.
Hier finden Sie detailliertere Informationen zum Energieleitplan der Stadt Karlsruhe und Antworten auf die wichtigsten Fragen dazu. Der interaktive Kurzbericht zeigt darüber hinaus die Grafiken zu den Ergebnissen des Energieleitplans.
Die Stadtwerke Karlsruhe setzen auf einen Mix an Maßnahmen, um die Karlsruher Fernwärme CO₂-neutral zu gestalten. Ab 2035 soll bei der Erzeugung der Karlsruher Fernwärme kein Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen, das nicht durch andere industrielle Prozesse ohnehin anfällt. Dazu werden unter anderem bereits vorhandene Energiequellen genutzt – etwa die industrielle Abwärme der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO), die ansonsten ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben würde. Weitere geplante Maßnahmen sind der Einsatz von Großwärmepumpen oder der Aufbau von Wärmespeichern. Auch die Nutzung von Wasserstoff und die Wärmegewinnung durch Tiefengeothermie ist Teil des Plans.