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Karlsruher Klimapakt: Hochschulen und Stadtverwaltung fürs Klima

Die Stadt Karlsruhe und ihre Hochschulen ziehen an einem Strang: Der Klimapakt verbindet Forschung, Lehre und konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz, beispielsweise bei Mobilität und nachhaltiger Beschaffung. Ein starkes Bündnis für den Klimaschutz vor Ort!

Der Gruppenarbeitsraum von oben aufgenommen.

Wissensvermittlung als Schlüssel zum Klimaschutz

In seiner jährlichen Innovationsworkshop-Reihe widmet sich der Karlsruher Klimapakt den zahlreichen Herausforderungen rund um Klimaschutz. Organisiert wird die Workshop-Reihe jedes Jahr von einer der Hochschulen und der Stadt Karlsruhe - 2024 wurde sie von der Karlsruher Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ausgerichtet. Prof. Dr. Martina Klärle, Präsidentin der DHBW, betonte: „Bis 2030 streben wir Klimaneutralität an – unsere Mitarbeitenden, Studierenden und Alumni spielen dabei eine Schlüsselrolle.“ Auch Bürgermeisterin Bettina Lisbach hob die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft hervor: „Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe, die nur durch die Vernetzung von Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft gelingen kann.“

Die Themenabende umfassten:

  • Wärmewende: Geothermie, saisonale Wärmespeicher und die Dekarbonisierung der Fernwärme standen im Fokus. Auch der städtische Energieleitplan wurde vorgestellt.
  • Energiewende: Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden, Bürgerbeteiligung bei Wind- und Solarprojekten und Dekarbonisierung der Industrie wurden diskutiert.
  • Mobilitätswende: Klimafreundliche Verkehrslösungen und nachhaltige Dienstreisen waren Kernthemen.
  • Kreislaufwirtschaft: Rohstoffeffizienz, holzbasierte Bioraffinerien und CO₂-Bilanzierung in Lieferketten bildeten die Schwerpunkte.

Die Vorträge sind online verfügbar.

Projekt "Innenstadt von Morgen aus Sicht der Studierenden"

CO₂-Bilanzierung im Fokus: Ein Bilanzierungs-Tool für nachhaltige Mobilität

Mobilität ist ein wesentlicher Treiber von CO₂-Emissionen - auch an Hochschulen. Dienstreisen, Pendelverkehr und die Anreise der Studierenden machen die Bilanzierung komplex. Ein von den Karlsruher Hochschulen entwickeltes Excel-Modell soll diese Komplexität überschaubar machen und erlaubt eine detaillierte Eingabe verschiedener Mobilitätsarten, wie Pendelverkehr von Mitarbeitenden und Studierenden sowie Dienstreisen per Bahn, Auto oder Flugzeug. Daten wie Entfernungen, Verkehrsmittel und Nutzungshäufigkeit können eingegeben werden, um die verursachten Emissionen zu berechnen.

Das Bilanzierungs-Tool bietet den Hochschulen eine unkomplizierte Möglichkeit, fundierte Entscheidungen für klimafreundlichere Mobilitätsstrategien zu treffen. Diese Informationen ermöglichen es, spezifische Emissionsquellen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Solche Bilanzierungen sind ein zentraler Baustein, um die Klimaziele der Karlsruher Hochschulen – wie die angestrebte Klimaneutralität bis 2030 – zu erreichen. Sie helfen nicht nur bei der Wissensvermittlung, sondern fördern auch ein nachhaltiges Bewusstsein und konkrete Veränderungen im Alltag von Hochschulangehörigen.

Möchten Sie das Modell auch für Ihre Hochschule, Ihr Institut oder Ihre Gruppe testen? Kontaktieren Sie den Arbeitskreis Mobilität! Alle Kontakte finden Sie am Ende dieser Seite.

Haltestelle Vorplatz HBF Karlsruhe

Gemeinsame Klimaziele von Hochschulen und Stadt Karlsruhe

Die Hochschulen und die Stadt Karlsruhe haben sich dem Klimaschutz verpflichtet und setzen auf eine verstärkte Zusammenarbeit, um ihre Ressourcen und Expertise zu bündeln.

Klimaneutralität bis 2030 – Hochschulen als Vorbilder

Die Hochschulen streben an, ab 2030 klimaneutral zu sein. Hierfür wurden interne Reduktionsziele definiert, deren Umsetzung durch gegenseitige Unterstützung und Austausch vorangetrieben wird. Wichtige Handlungsfelder sind:

  • Gebäudenutzung und -instandhaltung
  • Nachhaltige Beschaffung
  • Nachhaltige Mobilität
  • Nachhaltigkeit in Wissenschaft und Lehre

Klimaneutralität bis 2040 – Karlsruhe zeigt Engagement

Die Stadt Karlsruhe verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Grundlage der Maßnahmen ist das umfassende Klimaschutzkonzept, das zahlreiche Initiativen bündelt, darunter:

  • Klimaallianz mit Unternehmen
  • Karlsruher Energiequartiere
  • Solarenergie für die Stadt

Weitere Details zu den Klimaschutzaktivitäten der Stadt Karlsruhe finden Sie hier.

Drei Studentinnen arbeiten im Team an einem Laptop.

Werden Sie Teil des Klimapakts

Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Für Studierende und Hochschulangehörige, die sich aktiv im Rahmen des Klimapakts engagieren möchten, stehen die Kontaktpersonen der Arbeitskreise gerne zur Verfügung.

Lenkungskreis

Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz
0721 133-3101, ,

Arbeitskreis Gebäude

Selma Janssen, Hochschule Karlsruhe
0721 925-1181,

Arbeitskreis Mobilität

Prof. Dr. Jochen Eckart, Hochschule Karlsruhe
0721 925-2920,

Arbeitskreis Forschung & Lehre

Prof. Dr. Dr. Björn Bohnenkamp / Marlene May, Karlshochschule
0721 480 950, /

Dr. Oliver Parodi, Karlsruher Institut für Technologie
0721 608-26816,

Arbeitskreis Beschaffung

Thomas Fauth, Karlsruher Institut für Technologie
0721 608-25300,

Jens Pickenhahn, Duale Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe
0721 9735-734,

Autorin

Katharina Langer koordiniert die Maßnahmen, um die Stadtverwaltung Karlsruhe bis 2040 klimaneutral zu machen. Ihre besten Ideen kommen ihr zwischen Blumen und Gemüsebeeten.

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